(m)ein Schleudertrauma 

 

Herzlich willkommen zu meinem Buch

(m)ein Schleudertrauma

 

ISBN 978-3734555299

Veröffentlicht Tredition 2016

 

 

Im Jahr 2010 hatte ich als Beifahrerin eines Fahrzeugs einen Verkehrsunfall, bei dem das hinter uns kommende Fahrzeug mit sehr hoher Geschwindigkeit und ungebremst, 

in unser stehendes Fahrzeug prallte. 

Dieser Unfall sollte mein komplettes Leben verändern.

In dem Buch verarbeite und beschreibe ich Dinge, die ich vor meinem Unfall weder auf medizinischem, noch auf juristischem Gebiet und auch nicht in zwischenmenschlichen Beziehungen, jemals für möglich gehalten hätte.  

Ich hatte das Buch zunächst nur für meine Kinder und nicht für die Öffentlichkeit geschrieben.

Mir war es wichtig, dass sie eines Tages die komplette Situation verstehen können.

Dann kam es zu dem, für uns alle unfassbaren und traumatischem Ereignis, einer heimlichen Kamera Überwachung.

Das heißt, uns wurde ohne unser Wissen, eine Videokamera auf das Grundstück gestellt, die unser Haus und  vor allem unseren Hauseingang 

überwachte und alles aufzeichnete.

Wie ich heute weiß, tun das Versicherer gerne, um ggf. Ansprüche abwehren zu können.

Wir haben die Kamera gefunden und waren extrem geschockt und hatten Angst.

Meine Tochter hat danach wochenlang mit einem Baseballschläger vor dem Bett geschlafen, 

weil sie sich nur so, einigermaßen sicher fühlte.

Das war ein Ereignis, was mich so schockiert hat, dass ich mich entschlossen habe, 

das Buch im Jahr 2016 an die Öffentlichkeit zu geben und zwar genau so,

 wie ich es geschrieben hatte.

Ich wollte nicht, dass es in irgendeiner Art und Weise von einem Fremden, 

also einem Ghostwriter,  umgeschrieben oder schön geschrieben wurde.

Das Buch ist also sehr authentisch, manchmal emotional, manchmal erschreckend und verwirrend,

 aber immer Ich!

 

Aber das Leben geht halt auch weiter, es bleibt nicht stehen!

 

Seitdem hat sich bei mir persönlich Vieles getan und verändert.

 

Ein riesengroßes Thema ist für mich neben meinem Gesang und dem Vocalcoaching, das Mentaltraining!

Ohne Mentaltraining wäre ich persönlich niemals so weit gekommen!

Ohne Mentaltraining gäbe es auch ganz sicher kein 

Stephie-singt!

 

Schaut gerne auf der nächsten Seite unter 

Mentaltraining Change

 was sich hinter Mentaltraining eigentlich verbirgt!

Für nähere Infos kontaktiert mich einfach! 

 

Viele Grüße Stephie

Illegale Observation

Original Fotos der heimlich aufgestellten Videokamera

Die Kamera war auf den vorderen Teil unseres Hauses gerichtet, inklusive Eingangsbereich.

Ehemaliger Blog zur 
Website (m)einschleudertrauma

In der Vergangenheit habe ich einen Blog zu meinem Buch auf der 

Website (m)einschleudertrauma.de geführt.

 Aus verschiedenen Gründen, musste ich die Website aufgeben.

 Die Inhalte des Blogs möchte ich euch aber nicht vorenthalten und so habe ich sie hier eingefügt.

Unaufmerksamkeit im Alltag

Original published 22.02.23 (m)einschleudertrauma

Mit meinem ersten Blogeintrag möchte ich gleich eine Erfahrung teilen, die ich vor einigen Tagen bei einem Ausflug den ich geplant hatte, erlebt habe und was eigentlich ganz "typisch" ist für mich. Mit "typisch" meine ich, dass mir seit meinem Unfall ständig solche Dinge passieren und mich das immer wieder frustriert.

Viele Jahre habe ich mich dafür geschämt so "unzureichend" zu sein, aber ich weiß inzwischen, dass es vielen anderen auch so geht und darum möchte ich hier und jetzt mal offen darüber berichten.

Für alle die, die mein Buch (noch) nicht gelesen haben:

Ich habe seit dem Unfall unter anderem Probleme mit der Konzentration und mit dem Gedächtnis/ Merkfähigkeit an sich. Ich habe auch immer das Gefühl, dass ich in einer Situation nicht das „ganze Bild“ sehen kann.

Mein Gedächtnis ist etwas, an dem ich seit einigen Jahren täglich arbeite, unter anderem mit einem speziellem online Gehirn Training Namens Neuronation der freien Universität Berlin.

Ich habe feste Strukturen in meinem Leben integriert und einen Ausflug muss ich für mich, sehr gut planen, da auch meine Energie sehr schnell erschöpft ist und je länger ich unterwegs bin, desto schlechter kann ich mich konzentrieren.

Aber Ziele setzen und Erreichen, ist Teil meines täglichen Mentaltrainings und manchmal muss man sich  Ziele außerhalb der Komfortzone setzen.

Vor einiger Zeit sah ich also Werbung für die eigentlich ganz schöne Frühjahrsausstellung in Kassel und ich dachte, das wäre ein tolles Ziel. Man könnte mit dem Zug dahin fahren, ein oder zwei Stündchen dort  verbringen und mit dem Zug wieder nach Hause zu fahren.

Die Idee hatte sich also schnell in meinem Gehirn breit gemacht, und ein Blick in den Kalender spuckte einen Mittwoch als "günstig" aus.

Am Dienstag und auch die Tage davor, war es mir aber mal wieder „durch die Lappen“ gegangen, eine gescheite Planung für diesen Ausflug zu machen. Ich hatte einfach nicht "bemerkt" dass, wie seit hunderten von Jahren, der Dienstag ein Tag vor dem Mittwoch ist. Damit scheiterte der erste „nicht vorhandene“ Plan und das Erreichen meines Zieles.

Wenn ich mir aber ein Ziel gesetzt habe, versuche ich auch immer dran zu bleiben, komme was wolle.

Ein zweiter Blick in den Kalender ergab, dass der Donnerstag zwar nicht ganz so günstig war, aber ein Ausflug trotzdem möglich wäre.

Ich begann also eine Checkliste zu schreiben mit Dingen die ich mitnehmen musste, sodass ich nichts vergesse. Die Bahn wurde nochmal gecheckt und auch die Website der Veranstaltung bezüglich der Hundemitnahme.

Am nächsten Morgen buchte ich das Ticket für den Zug und zog mit meinem Hund Ben los. Zwei Stunden Bahnfahrt mit zwei einfachen Umstiegen und eine kurze Busfahrt in der Stadt, Besuch der Frühjahrsausstellung, mit gemütlichen und ausreichenden Pausen mit Essen und Trinken und dann anschließend die Bahnfahrt zurück, waren geplant.

Wir stiegen also in den Zug und los gings.

Bereits nach 15 Minuten Bahnfahrt kamen mir die ersten Zweifel, ob ich das wohl schaffen würde, da ich merkte, dass ich die „Anstrengung“ einer Bahnfahrt offensichtlich unterschätzt hatte.

Ich hatte den Impuls an der nächsten Haltestelle auszusteigen und zurück zu fahren.

Ein kurzes Mentaltraining mit Visualisieren der Ausstellung und eines schönen Tages, sowie die Anwesenheit meines Hundes hielten mich davon ab, auszusteigen.

Ich wollte außerdem mein gestecktes „Ziel“ unbedingt erreichen.

Im nächsten Zug fand eine Frau den Ben so toll und sprach mich an. Damit verging ein Teil der Zeit ganz gut. Den Rest der Zeit versuchte ich meine Aufmerksamkeit auf Ben zu halten, was ebenfalls ganz gut funktionierte.

In Kassel selber, musste ich den richtigen Bus finden. Da ich einige Zeit dafür brauchte und ich ihn zunächst nicht fand, stieg mein Unbehagen wieder.

Mit dem Trick „mir selber Mut zu zusprechen“ landete ich dann aber endlich an der richtigen Haltestelle. Das Busfahren war für Ben etwas stressig, da der Bus extrem voll war und der Bus sehr stark beschleunigt und abgebremst wurde, deswegen fokussierte ich mich hier wieder auf ihn. Dann endlich, hatten wir unsere Endhaltestelle erreicht.

Wir stiegen aus und da der Parkplatz komplett leer war, durfte Ben zum Stressabbau kurz laufen.

Ich wunderte mich noch über den komplett leeren Parkplatz und freute mich darüber, dass es dann in der Ausstellung nicht so ein Gedränge sein würde.

Eine andere Idee kam mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Erst als ich kurz vor dem Messegelände war und feststellte, dass es weder eine Kasse gab, kein Licht an war und null Personenverkehr dort war, ahnte ich, dass etwas nicht stimmte.

Ich war in diesem Moment erstmal total verwirrt. Ich rief die Website der Ausstellung mit meinem Handy auf und las alle Informationen nochmal nach. Die Örtlichkeit stimmte und selbst in diesem Moment als ich zum gefühlten hundertsten Mal das Datum las, war mir nicht klar, was da nicht stimmte.

Erst mit sehr viel Denkarbeit und Überlegen, begriff ich, dass die Ausstellung erst in einem Monat stattfinden würde!

Ich hatte  zwar mein Ziel erreicht, aber es war einfach noch keine Ausstellung.

In dem Moment war ich so geschockt und sauer mit mir selber, dass ich, als ich die Werbung gesehen hatte, offensichtlich so unaufmerksam gewesen war, dass ich die Monate „verwechselt“ hatte und es mir trotz Besuch auf der Website am Tag vorher, nicht aufgefallen war.

Es war eisig kalt draußen, es regnete stark und mir wurde panisch klar, dass ich wohl ohne „gemütliche Pause“ auskommen musste. Meine Emotionen schlugen Wellen und ich musste mich plötzlich "ungeplant" umstellen.

Ein tiefes Ein und Ausatmen und zentrieren half mir, die Kontrolle über mich und meine Emotionen wieder zu erlangen. Danach war ich in der Lage, online heraus zu finden, wie ich frühzeitig nach Hause kommen würde.

Auf dem Rückweg im Zug gingen meine Gedanken dann automatisch auf die Suche nach „Warum und Wo ist mir dieser Fehler passiert?“.

Aber diese Fragen bringen einen nicht leider gar nicht weiter, deswegen suchte ich bewusst nach „positiven oder erfolgreichen“ Dingen, die ich meinem Ausflug abgewinnen konnte. Es fiel mir schwer "tolle" Dinge zu finden, weil ich wirklich sauer auf mich, total durchgefroren, nass und müde war.

Aber folgende Dinge konnte ich als positiv bewerten:

Erstens: Ich hatte mein örtliches Ziel erreicht, alleine und mit Hund, auch wenn keine Ausstellung war.

Zweitens: Ich konnte spontan „umplanen“, was für mich sonst schwierig ist.

Drittens: Ich hatte ein sehr nettes Gespräch über Hunde.

Viertens: Sehr vielen Menschen, die durch den Zug gingen,

                 huschte ein Lächeln übers Gesicht, als sie Ben sahen.

Fünftens: Nicht jeder Hund kann gut Zug und Busfahren und viele Menschen

                 dicht um ihn herum ertragen. Ben hat das super gemeistert.

Öffentliche Verkehrsmittel mit einem Hund zu benutzen, sollte man trainieren und so habe ich vier Stunden Bus und Bahnfahren als sehr erfolgreiches Hundetraining für mich "verbucht", was gar nicht der Plan war. Ich habe also meine "Perspektive" verschoben und alles aus einem anderen Blickwinkel betrachtet.

Lasst mich in dem Kommentaren wissen, wie ihr mit solchen Situationen umgeht.

Wie geht es euch im Alltag, seid ihr auch oft "verwirrt"? Was passiert euch da?

Habt ihr ähnliche Situationen auch schon mal erlebt?

Ich bin sehr gespannt auf eure Berichte und Erfahrungen.

 

Liebe Grüße

Stephie

 

Crashtests female Crashtest Dummy
Original published 22.02.23  (m)einschleudertrauma.de

Wusstest ihr, dass alle bis vor kurzem erfassten Daten von Crashtests auf „männlichen“

körperlichen Eigenschaften basieren?

Für Frauen wurden in all den Jahren in denen Crashtests stattfinden, lediglich „kleine“ Männer eingesetzt.

Eine Frau hat aber ganz andere körperliche Eigenschaften ,wie zb. einen anderen Körperschwerpunkt als der Mann. Das hat nichts mit Gendergerechtigkeit usw. zu tun, sondern entspricht wissenschaftlichen Tatsachen.

Die schwedische Ingenieurin und Direktorin für Verkehrssicherheit am schwedischen nationalen Straßen und Verkehrsforschungsinstitut Frau Dr. Astrid Linder, hat den weiblichen Crashtest Dummy EVA entwickelt und forscht mit diesem. Die Fakten sprechen eine deutliche Sprache und drücken exakt das aus, was ich in meinem Buch erwähnt habe. Ein Schleudertrauma ist meist nicht tödlich, kann aber zu auch zu dauerhaften Schäden führen. Außerdem hat eine Frau ein dreimal höheres Risiko bei einem Unfall ein Schleudertrauma zu erleiden als ein Mann.

Ich verlinke hier BBC Bericht inklusive Video (englisch) zu den schwedischen Forschungen:

https://www.bbc.com/news/technology-62877930 (link funktioniert nur über Copy and Paste)

In diesem Video wird ein Crashtest mit dem weiblichen Crashtest Dummy gezeigt und ich persönlich finde das erschrecken zu sehen. Dieser Crashtest fand mit nur 7km/h pro Stunde Aufprallgeschwindigkeit statt!

Wenn man diese Fakten und Ergebnisse sieht, dann verstehe ich nicht, dass es immer noch Ärzte, Rechtsanwälte und Richter gibt, die nach wie vor der Meinung sind, dass das alles harmlos ist und ein Schleudertrauma  nicht zu (dauerhaften) Verletzungen führt.

Während ich den Blogeintrag schreibe, kochen meine Emotionen wirklich hoch und beim schauen des Crashtests, fühle ich regelrecht den Aufprall.

Aber im gleichen Atemzug, ich bin so dankbar dafür, dass es endlich „handfeste“ technische Beweise für das gibt, was ich täglich mit meinem Körper seit meinen Unfall erlebe.

Ich glaube, wenn ich so einen Crashtest mit 70-90km/h pro Stunde sehen würde, wie wir die Aufprallgeschwindigkeit bei meinem Unfall „schätzen“, wird mir schlecht.

Auch die deutsche Zeitschrift Auto Motor und Sport greift das Thema auf. Der Artikel ist aus November 2022. Ihr seht also das Thema ist brandaktuell:

https://www.auto-motor-und-sport.de/verkehr/erster-weiblicher-crashtest-dummy-eva-astrid-linder-vti-schweden/

Wen das Thema mehr interessiert, in einer Google Recherche kann man noch etliche andere Berichte und Videos von Frau Dr. Linder finden. Die meisten sind in englischer Sprache.

Das was ich da alles gesehen habe, hat wahnsinnig viel mit mir gemacht und ich kann es nur nochmal sagen, ich bin sehr dankbar für diese Forschungen und Fakten, auch wenn es bedeutet, dass alle meine technischen Daten die ich je für mein Buch gesammelt habe, eigentlich für mich als Frau „falsch“ sind.

 

Lasst mich in den Kommentaren wissen, wie es euch mit diesen Fakten und Erkenntnissen geht und ob es euch in irgendeiner Form hilft.

Liebe Grüße

Stephie
 

Mentaltraining mit Netflix, Youtube und Co.

Wie wir Netflix, Youtube und Co. für uns nutzen können
Original published 10.03.23 (m)einschleudertrauma

Mentaltraining gehört zu meinem festen täglichen Ablauf wie das tägliche Anziehen oder mit meinem Hund zu laufen. Aber was hat Mentaltraining mit Streamingdiensten wie Netflix, Prime oder auch Youtube und allen anderen zu tun?

Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: man kann sie für sich nutzen!

Das Beste daran ist, man lehnt sich einfach zurück, schaut und lässt seinen Körper entspannt den Rest machen.

Menschen lieben Geschichten seit jeher. Früher am Lagerfeuer erzählt, genießen wir sie heute lieber im Wohnzimmer als Film oder Serie, mittlerweile manchmal sogar in 3D, damit man noch näher dabei ist oder auf Großleinwand im Kino. Bei einem guten Film vergisst man die Welt um sich herum. Er zieht Menschen einfach in seinen Bann.

Aber warum schauen wir „wie gebannt“ einen Film oder eine Serie? Warum freuen wir uns mit dem Schauspieler obwohl wir genau wissen, dass es keine echte Handlung ist? Warum leiden und weinen wir mit unseren Serien und Filmen?

Die Antwort ist sehr wissenschaftlich und komplex, aber schon lange recht gut erforscht.

In unserem Gehirn gibt es sogenannte Spiegelneuronen. Spiegelneuronen sind besondere Nervenzellen im Gehirn, die beim Anschauen von einer Handlung, die durch eine andere Person durchgeführt wird, exakt die Zellen aktiviert, die man benötigt, als würde man die Handlung selber durchführen.

Spiegelneuronen sind sozusagen die Basis des Lernens.

Sie sind dafür verantwortlich, dass wir beobachtete Gefühle nachempfinden können und dass, wenn uns jemand anlächelt, wir zurück lächeln. Allerdings muss das was wir beobachten, in der Vergangenheit bereits als Erfahrungsschatz abgelegt worden sein.

Der Körper reagiert nun durch die Spiegelneuronen auf das was er sieht, immer mit einer Ausschüttung von Hormonen. Dagegen kann sich kein Mensch verwehren, das läuft völlig automatisch ab. Je nachdem was wir sehen, werden die verschiedenen Hormone wie Cortisol, Adrenalin, Oxytocin und viele andere im Körper ausgeschüttet und wir leiden und weinen, freuen uns, platzen fast vor Spannung oder haben Angst usw.

Da dies ein automatischer Ablauf im Körper ist, kann ich mir nun Youtube oder einen Streamingdienst zunutze machen, indem ich eben mal nicht die täglichen Nachrichten, die schlimmsten Vermieter oder Mieter, Familiendramen oder ähnliche Dinge anschaue, sondern mir ganz bewusst eine Serie oder einen Film aussuche, der mich zB. glücklich macht.

Fühle ich mich schlecht oder traurig, schaue ich eine Komödie oder etwas wo ich viel Lachen muss.

Youtube Hunde Fail Videos sind bei mir ein echter Renner, wo ich meistens viel lachen muss.

Mentaltraining mit Netflix, Youtube und Co. bedeutet, dass man eine bestimmte Zeit in das Anschauen von zB. etwas Lustigem investiert, ggf. vielleicht sogar fest in den Tagesablauf einplant, wenn das möglich ist. Der Körper erledigt den Rest.

Das Beste daran ist, Komödien und Co. haben keinerlei Nebenwirkungen und es gibt sie vollkommen Rezeptfrei und mit ein bisschen Recherche auch kostenfrei.

Also lehnt euch zurück und genießt die Show!

Respekt

Respektloser Umgang bei Begutachtung
Medizinisches Gaslighting
Original publish 17.03.23 (m)einschleudertrauma.de

Ich möchte noch einmal eine Story aus meinem Leben mit euch teilen.

Bei der letzten Begutachtung an der ich teilnehmen musste, kam es bereits in den ersten paar Minuten dazu, dass ich das Gefühl hatte, dass mir keinerlei Aufmerksamkeit geschenkt wurde, dass das was ich gesagt habe, einfach als „das ist nicht so schlimm“ abgetan wurde oder komplett ignoriert wurde. Nun muss ich dazu sagen, dass ich im Laufe der Jahre eine panische Angst vor Ärzten entwickelt habe. Ähnlich wie andere Menschen Angst vor dem Zahnarzt haben, habe ich eine generelle Angst vor Ärzten, aber das nur so nebenbei.

Mich selber gegenüber einem Arzt soweit zu bringen, überhaupt eine einigermaßen anständige Konversation hin zu bekommen, erfordert bei mir auch schon sehr viele mentale Tricks und sehr viel Energie. Ich persönlich finde, das wenn man zum Arzt geht, man einem weltfremden Menschen (bei Erstbesuch oder wie bei dieser Begutachtung) einen riesengroßen Vertrauensvorschuss geben muss, indem man sehr private Details über sich erzählt oder sich untersuchen/ anfassen lassen muss. Als Kind habe ich gelernt, dass über Krankheiten oder andere Befindlichkeiten nicht gesprochen wird, also fällt mir dieser Vertrauensvorschuss bis heute umso schwerer.

Jetzt war ich so „mutig“ und habe gleich zu Beginn gesagt, dass ich panische Angst habe und das wird dann einfach mit den Worten „ach, das ist hier nicht so schlimm“ abgetan. Sehr beruhigend ist das wohl eher nicht. Schulterzuckend ging es danach gleich auf den Untersuchungsstuhl. In meinem Fall wurde mir bei der Begutachtung eine Kamera durch die Nase in den Hals geschoben, ohne jegliche Erklärung warum das nötig ist. Eine Kamera in der Nase zu haben, ist echt unangenehm. Danach wurde, auch wieder ohne jegliche Erklärung warum, wieso, weshalb und auch keinerlei Erklärung zu dem was denn nun folgen sollte, versucht in meinem Mund etwas zu ertasten, was super heftige Schmerzen und heftigen Brechreiz durch die Finger in meinem Mund auslöste. Um dem Schmerz zu entgehen, habe ich intuitiv den Kopf zurückgezogen und dann wurde ich einfach wie ein Tier mit den Worten „nee, nee, nicht abhauen“ festgehalten bzw. mit der Hand in meinen Mund zurück in Position gezogen.

Die anderen Untersuchungen wurden zum Glück von jemandem anderen durchgeführt.

Wobei mir auch hier nicht die Notwendigkeit bei allen klar war/ ist.

Im Abschlussgespräch kam dann wieder der Knaller. Ein Röntgenbild, welches ich auch bei Beginn vorgelegt hatte, zeigt eindeutig ein sogenanntes Eagle-Syndrom, was zu den seltenen Kiefer Erkrankungen zählt. Es handelt sich um eine Verlängerung der Stylohyoidknochens im Kiefer oder eine Verknöcherung des dort liegenden Bandes.

Ich werde zum Thema Eagle-Syndrom nochmal einen extra Blog-Beitrag zur Information machen.

In einem sehr harschen Ton wird mir dann gesagt:“ Sie haben nichts, und ein Eagle-Syndrom haben sie auch nicht, ich konnte keins ertasten und wenn sie eins hätten, wäre es angeboren und nicht vom Unfall!“

Und zack, da war es wieder „man sagt angeblich nicht die Wahrheit, obwohl man die Wahrheit sagt und das sogar eindeutig belegbar ist“? Das bedeutet für mich eindeutig, ich werde der Lüge bezichtigt.

Und sofort kamen in mir die Gefühle von absoluter Hilflosigkeit, Entsetzen,  Ausgeliefert sein, Wertlosigkeit oder Minderwertigkeit hoch.

Es werden einem Schmerzen zugefügt und nicht erklärt warum, man erträgt die ganzen Untersuchungen, die zum Teil echt unangenehm waren und dann wird man der Lüge bezichtigt!

Und in dem Moment wusste ich wieder, warum ich eine Angststörung vor Ärzten habe.

Lernt man das als Arzt im Studium überhaupt nicht, dass man seinem Patienten höflich und freundlich gegenüber tritt, zuhört und ihn ernst nimmt? Was ist mit dem Eid den man als Arzt ablegt:

 

„Bei meiner Aufnahme in den ärztl. Berufsstand gelobe ich feierlich, mein Leben in den Dienst der Menschlichkeit zu stellen. Ich werde meinen Beruf mit Gewissenhaftigkeit und Würde ausüben. Die Erhaltung u. Wiederherstellung der Gesundheit meiner Patienten soll oberstes Gebot meines Handelns sein.“ ?

 

Die Worte „Menschlichkeit und Würde“ sind offensichtlich irgendwie in Vergessenheit geraten.  Ich habe manchmal den Eindruck, dass sich bei sehr vielen eine „Betriebsblindheit“ eingestellt hat nach dem Motto „was nicht sein kann, ist auch nicht“! Jeder macht so sein eigenes Ding und über den Tellerrand zu schauen ist schwierig.

Ist das so schwer, dem Menschen denen man gegenüber tritt, ein wenig mehr Respekt entgegen bringen?

Ich bin sehr froh, dass ich inzwischen einen Arzt gefunden habe, dem ich vertrauen kann. Aber auch das hat mehrere „Sitzungen“ gedauert. Es gibt sie also noch!

Jetzt ihr: Habt ihr so etwas auch schon mal erlebt?

Schreibt gerne in die Kommentare

Stephie

 

Illegale Observation TIKTOK Trigger

Original published 30.03.23 (m)einschleudertrauma.de

Der Blogbeitrag ist nicht ganz einfach für mich. Sich in der Öffentlichkeit verletzlich zu machen und zuzugeben, was man empfindet, ist nie leicht. Aber vermutlich geht es vielen anderen Menschen genau wie mir, deswegen lest selbst:

Ich habe vor einiger Zeit angefangen TikTok zu schauen, aus den gleichen Gründen wie ich Netflix oder Prime schaue. Dinge die mir gut tun schaue ich an, andere scrolle ich einfach drüber. Nach eine paar Wochen, wo ich ausschließlich Videos angeschaut hatte, kam ich auf die glorreiche Idee selber Videos machen zu können. Ich dachte in meinem eigenen Wahnsinn, dass ich damit mein Buch vorstellen könnte und vielleicht den ein oder anderen damit erreichen könnte, dem es hilft.

Das die Fake-Welt des Internets auch Schattenseiten hat, war oder ist mir zwar bewusst, aber ich dachte, das würde mich nicht treffen oder das würde ich aushalten. Da ich null Ahnung hatte oder habe, von dem was ich da tue, musste ich einige Dinge ausprobieren. Mein erstes Video hatte zu meinem Erstaunen um die 800 Aufrufe. Alle anderen wenige 15 bis ungefähr 250. Bis vor kurzem. Niemals hätte ich gedacht, dass ein TikTok -Video von mir, für meine Verhältnisse „viral“ gehen würde.

Das Video enthielt Bilder der Kamera, die uns vor 7 Jahren ohne unser Wissen auf die Grundstücksgrenze gestellt wurde und unser Grundstück mit Haus und Hauseingang über Stunden gefilmt hat. Diese illegale Observation war für mich der entscheidende Punkt, mein Buch, welches ich eigentlich für meine Kinder geschrieben hatte, doch zu veröffentlichen. Niemals wurde dem Ganzen so große Aufmerksamkeit geschenkt, bis jetzt.

Als wir damals diese braun, buschelig getarnte Tupperdose mit der Videokamera drin fanden, die auf unserer Grundstücksgrenze stand und Teile des Grundstücks sowie den Hauseingang filmte, waren wir fassungslos und geschockt. Diese ganze Story beinhaltet ein komplettes Kapitel in meinem Buch, deswegen mache ich es hier kurz:

Die Täter konnten ermittelt werden, machten aber von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. Das Einzige was wir erfuhren war, dass es sich um professionelle Detektive einer Detektei handelte. Letztendlich können wir nur Vermutungen anstellen, aber da der Zeitpunkt der Observation einige wenige Wochen vor einer Gerichtsverhandlung mit der gegnerischen Versicherung lag, vermuten wir, dass die Detektei damit beauftragt wurde, irgendwelche Fakten zu finden, die einen Leistungsanspruch abwehrt. Tatsächlich sind solche Observationen nicht unüblich. Das erfährt man aber erst dann, wenn man sich mal mit Menschen unterhält, die damit täglich zu tun haben und zB. bei einem Unfallverband arbeiten.

Bis heute macht mich das ganze fassungslos. Es war einfach ein riesengroßer Schock für uns und hat uns extrem Angst gemacht. Nicht nur mir, sondern auch meiner jüngeren Tochter, die zu diesem Zeitpunkt noch zuhause wohnte.

Die Strafanzeige die wir damals gestellt hatten wurde eingestellt, obwohl bereits in 2004 ein Gesetz zum Schutz des höchst persönlichen Lebensbereichs eingeführt wurde.

§201a (1) StGB Mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer von einer anderen Person, die sich in einer Wohnung oder einem gegen Einblick besonders geschützten Raum befindet, unbefugt eine Bildaufnahme herstellt ….

Natürlich kann man sich darüber streiten, ob Büsche die das Grundstück einfassen, unter die Kategorie „gegen Einblick besonders geschützt“ fällt.

Nach der Datenschutzverordnung darf man zwar Videokameras auf dem eigenen Grundstück aufstellen, aber es darf keinesfalls das Grundstück des Nachbarn oder öffentliche Bereiche mit der Kamera aufgenommen werden. Verboten sind sogar Kamera Attrappen, wenn sie in Richtung des Nachbarn zeigen, da sie laut Bundesgerichtshof einen Überwachungsdruck aufbauen, der in das Persönlichkeitsrecht eingreift. Jede Person muss darüber informiert werden, dass sie gefilmt wird und muss ihr Einverständnis dazu geben.

Bis heute frage ich mich, warum unsere Strafanzeige einfach so eingestellt wurde. Warum muss man sich das gefallen lassen? Es fühlte sich jedenfalls brutal an mit zu bekommen, dass über viele Stunden/ eine Nacht eine Kamera auf unser Haus gerichtet wurde und für meine (moralischen) Verhältnisse war es definitiv ein massiver Eingriff in unsere Persönlichkeitsrechte. Das war der Punkt in meinem Leben, an dem ich jegliches Vertrauen in unsere Justizsystem verloren habe. Etwas, wofür ich Jahre zuvor noch mit meinem eigenen Leben eingestanden hätte, lässt einen so fallen. Der Fall war tief und hart. Nix Fürsorgepflicht gegenüber dem Beamten.

Diese ganze Geschichte hat extrem viel in uns ausgelöst. Vielleicht traut der ein oder andere sich mal, die Augen zu schließen und sich vorzustellen, wie es sich anfühlt, aus seinem eigenen höchst persönlichen Raum nach draußen zu gehen, sich vor dem Haus aufzuhalten,  auch mal auf der Treppe zu sitzen und die Sonne zu genießen. Es ist der einzige Platz wo man sich sicher und geborgen fühlt und dann stellt man fest, dass jemand Wildfremdes einfach eine Kamera ins Gebüsch gestellt hat, ohne das man es weiß und ohne dass man weiß wie lange sie dort schon steht, die einen in seinem persönlichen Raum aufnimmt, was auch immer man tut und das Ganze wird von der Justiz einfach nicht ernst genommen und eingestellt.

Angst, Entsetzen, Hilflosigkeit sind die Gefühle die ich damals gefühlt habe, aber auch das extreme Gefühl von Hilflosigkeit, dass man noch nicht mal in seinem eigenen Zuhause in der Lage ist, sein Kind zu schützen und dass das Kind wochenlang mit einem Baseballschläger vor dem Bett schlafen musste, um zumindest etwas das Gefühl von Sicherheit zu haben, um schlafen zu können.

Zurück zum TikTok Video. Ich habe also meine Bilder der Kamera, wie sie im Gebüsch steckte, als kleines Video zusammen gefasst und ins TikTok gestellt. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass dieses Video innerhalb von 24 Stunden fast 3000 Aufrufe haben würde. Den erste Kommentar mit einem Lach-Smiley und der Frage Warum man das denn machen würde, konnte ich noch ruhig beantworten, aber ich bemerkte schon, dass mich alleine dieses Lach-Smiley in einen Fight or Flight Modus triggerte. Mein ganzer Körper war bereits angespannt, mein Hals ging langsam zu und ich fing an, Angst zu haben, die ich nur schwer kontrollieren konnte. Durch sehr viele Tricks konnte ich mich aber die erste Zeit stabil halten.

Als dann später das zweite mal die gleiche Frage ebenso mit einem Lach-Smiley und für mich mit einem deutlich passiv aggressiv Ton, ebenso nach dem Warum gefragt wurde und man sollte das doch in den Kommentaren erklären, weil man nicht gewillt wäre deswegen ein Buch zu kaufen, triggerte mich das so stark, dass ich innerhalb von Sekunden zurück in das Entsetzen und das eiskalte Gefühl von Angst von damals zurück versetzt wurde und Panik bekam.

Mit dieser Reaktion von mir selber hatte ich so gar nicht gerechnet. Da ich diesen Zustand nicht mehr aushalten konnte, nahm ich das Video sofort offline. Die traditionelle Vermeidungshandlung.

Jetzt in ruhigem Zustand und mit „eingeschaltetem“ Gehirn, hätte ich vielleicht einfach auf die Frage antworten können „Versicherungen tun das um Leistungsansprüche abzuwehren“. Aber ich verfiel in Panik und konnte nicht mehr denken.

Ein einfacher Lach-Smiley ist also einer meiner Trigger. Niemals hätte ich das gedacht.

Aber gut zu wissen, jetzt weiß ich woran ich arbeiten muss. Danke TikTok!

Habt ihr ähnliches erlebt?

Wie geht´s euch damit? Schreibt mir gerne

 

LG Stephie

Gaslighting

Original published 27.04.23 (m)einschleudertrauma.de  

In den letzten Wochen bin ich bei meinem Mentaltraining immer wieder über den Begriff Gaslighting gestoßen.

Ja, ich bin viel im „englischsprachigen Raum“ im Internet unterwegs. Mein eigenes Mentaltraining läuft zu fast 100% auf englisch. Mit dem Begriff Gaslighting konnte ich aber bisher gar nichts anfangen und musste dafür erst einmal eigene Recherchen anstellen. Aber weil es einfach so passend ist, schreibe ich mal darüber.

Für so viele Jahre habe ich geglaubt „Ich“ sei das „Problem“ (alleine das zu schreiben, ist schon Gaslighting).

Ich weiß nicht, wie oft ich - so oder so ähnlich - nach meinem Unfall gesagt bekommen habe: „das ist alles nur Psychisch“ oder „Sie bilden sich das ein, schließlich könnte man sich ja auch eine Querschnittlähmung einbilden“ und vieles mehr, wobei das noch die harmlosesten Sachen waren, die gesagt wurden.

Zuletzt wurde mir von einem Richter höchstpersönlich gesagt, ich wäre „nur der Schaden“ in seinem Verfahren. Ich müsste eine Begutachtung hinnehmen und mitwirken.

Nebenbei stellt sich mir die Frage, wie oft und wie viel ich denn bei so einer Begutachtung mitwirken „muss“, wenn dadurch ständig meine Persönlichkeitsrechte so massiv eingeschränkt werden. Man kommt sich halt irgendwann tatsächlich vor wie ein „Nichts“, wenn Persönlichkeitsrechte einfach nicht gelten.

Irgendwann fängt man dann tatsächlich an, an seinem Verstand zu zweifeln und man fühlt sich wie ein „Nichts“, oder wie ein „Schaden“.

Ich wollte in der Vergangenheit immer so viele Dinge machen und mein Körper hat regelmäßig gestreikt und streikt immer noch, wenn ich über meine Grenzen gehe. Für sehr lange Zeit hab ich mich soweit es ging, zur Normalität „gezwungen“, da ich nach diesen Aussagen selber dachte, ich würde mir nur alles einbilden oder es wäre alles nur in meinem Kopf. Dieser ganze Kampf führte irgendwann dazu, dass ich so frustriert und am Ende war, weil eben nichts „normal“ war, dass ich dachte, ich wäre ein absoluter Versager, ein schlechter Mensch, nichts mehr wert, weil ich nichts hinbekomme usw..

Ich fand diese Aussagen, die mich da getroffen haben, immer irgendwie ziemlich respektlos, habe es aber einfach so hingenommen, weil man ja eine „Mitwirkungspflicht“ hat, aber die vielen Berichte über Gaslighting, die ich inzwischen gesehen habe und gerade auch die letzte Begutachtung (Blogeintrag vom 17.03.23) haben mir gezeigt, dass ich nicht unbedingt diejenige bin, die was „falsch“ macht. Ich habe mich immer und immer wieder gefragt, wie man z.B. als Ärztin und Gutachterin seinem Gegenüber sagen kann, dass das, was derjenige sagt, nicht wahr ist, obwohl zwei Fachärzte vor ihr die Diagnose gestellt haben und man sogar eindeutige bildgebende „Beweise“ hat. Man wird einfach als Lügner hingestellt und das ist tatsächlich Gaslighting pur.

Gaslighting wird von Wikipedia folgendermaßen beschrieben:

Als Gaslighting wird in der Psychologie eine Form von psychischer Gewalt beziehungsweise Missbrauch bezeichnet, mit der Opfer gezielt desorientiert, manipuliert und zutiefst verunsichert werden, und ihr Realitäts- und Selbstbewusstsein allmählich deformiert bzw. zerstört wird.

Die deutsche BARMER schreibt dazu:

Der Begriff „Gaslighting“ bezeichnet eine Form von psychischer Gewalt, bei dem die Opfer so stark durch Lügen, Leugnen und Einschüchterungstaktiken manipuliert werden, dass sie anfangen, an ihrem eigenen Verstand zu zweifeln.

Es ist also nicht einfach nur respektloses Verhalten, einem menschlichen Wesen gegenüber zu sagen, dass man sich alles nur einbildet.

Ich habe wirklich jahrelang geglaubt, dass alles nur in meinem Kopf ist und ich mich nur entsprechend genügend anstrengen muss, weil andere Menschen das immer wieder und wieder gesagt haben. Menschen denen man eigentlich Vertrauen sollte, bzw. denen man einen Vertrauensvorschuss gegeben hat oder geben musste, indem man ihnen gesagt hat, was für Probleme bestehen, auch eigene Familienmitglieder, oder Menschen in hohen juristischen Positionen, die eigentlich das Recht ehren sollten bzw. sogar einen Eid abgelegt haben, es zu tun.

Ich war jedenfalls erstaunt über diesen Begriff und als ich darüber recherchiert habe, war ich noch mehr erstaunt, was bereits alles unter Gaslighting fällt: „Nehmen sie das doch nicht so persönlich“, „das ist bei mir doch nicht so schlimm“, „ich sehe schon sie verstehen das nicht“.

Gaslighting wird bewusst aber viel mehr noch, unbewusst benutzt. Es ist überall im Alltag, in der Familie, in der Partnerschaft, zwischen Freunden, am Arbeitsplatz usw. und oft wird es als normal oder als Scherz angesehen, aber es tut einfach weh, wenn man so behandelt wird.

Es ist so erschreckend, wie wenig darauf geachtet wird, dass man respektvoll miteinander umgeht.

Zum Abschluss noch ein kleines passendes Zitat von Samuel Johnson aus dem 18. Jahrhundert (!):

„Sprache ist die Kleidung unserer Gedanken“ („Language is the dress of thought“)

In diesem Sinne, achtet auf das, was und wie ihr etwas sagt, denn wenn ihr in den Spiegel schaut und euer Outfit hässlich ist, zieht ihr auch etwas anderes an.

Bevor ihr etwas zu jemanden sagt, haltet einfach kurz inne und fragt euch, ob euer „sprachliches Outfit“ im Spiegel schön aussieht und ob ihr es so tragen würdet oder ob ihr euch umzieht.

Schreibt gerne in die Kommentare ob ihr Gaslighting kennt und schon erlebt habt.

Liebe Grüße

Stephie

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Gaslighting

https://www.barmer.de/gesundheit-verstehen/psyche/psychische-gesundheit/gaslighting-1072304#:~:text=Der%20Begriff%20%E2%80%9EGaslighting%E2%80%9C%20bezeichnet%20eine,ihrem%20eigenen%20Verstand%20zu%20zweifeln.

https://www.tiktok.com/@littlemissdiagnosed/video/7220512669080636718?_r=1&_t=8bnA8mDfo3G

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